Thema "Learnings aus der Corona-Pandemie"

3 Fragen an Albrecht Schwegler


 

Die Corona-Pandemie hat die Face-to-face-Kommunikation nahezu komplett zum Erliegen gebracht. Ist das Wort „Persönlich“ aus ihrem Unternehmensslogan „Bewegend. Präzise. Persönlich.“ damit nicht mehr zeitgemäß?

Nein, im Gegenteil sogar. Die Pandemie hat uns doch vor Augen geführt, wie wichtig uns der persönliche Kontakt ist. Und dass man den trotzdem aufrechterhalten kann, zeigen uns die virtuellen Meetings und Videokonferenzen. Mehr noch: Die Kommunikation ist in der Pandemie sogar noch besser geworden. Jeder war und ist auf einmal erreichbar, keiner mehr auf Geschäftsreisen. Das gilt sowohl für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als auch für unsere Kunden. Durch Corona ist eine neue Kultur der Erreichbarkeit, der Verbindlichkeit und des persönlichen Kontaktes entstanden, wenn auch über andere Kanäle.

 

Was ist die wichtigste Erkenntnis, die Sie während der Pandemie gewonnen haben?

Dass das Homeoffice funktioniert. Ich hätte es nicht für möglich gehalten, dass wir in einer sehr kurzen Zeit einen voll funktionsfähigen Geschäftsbetrieb ins Homeoffice verlagern können. An dieser Stelle möchte ich mich auch bei all unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bedanken. Ohne ihren Einsatzwillen, ihre Flexibilität und ihr Durchhaltevermögen wäre das nicht möglich gewesen. Interessant zu beobachten wird sein, wie sich das Arbeitsleben nach Corona entwickeln wird. Die Transformation zum flexibleren, ortsunabhängigen Arbeiten lässt sich, so sagen diverse Studien voraus, nicht mehr umkehren. Hat der klassische feste Arbeitsplatz im Betrieb für gewisse Tätigkeitsbereiche ausgedient? Welche Chancen ergeben sich dadurch für das Mitarbeiter-Recruiting? Was ändert sich in der internen Organisation? Alles spannende Fragen, die uns noch beschäftigen werden.

 

Welche Veränderungen haben sich durch die Pandemie für LTK ergeben?

Man muss klar sagen: Corona hat uns angetrieben, getroffene Unternehmensentscheidungen schneller anzugehen und umzusetzen. Damit meine ich in erster Line unsere eigene digitale Transformation. Das Commitment zu mehr Digitalisierung haben wir mit unserem Tochterunternehmen MEW bereits viele Jahre vor dem Ausbruch der Pandemie getroffen. Wir stehen beispielsweise kurz davor, ein neues ERP-System einzuführen. Mit dieser Maßnahme erhalten unsere Kunden direkt Antworten auf ihre Fragen und Bedarfe rund um die Produktbeschaffung. Der gesamte Beschaffungsprozess wird deutlich schneller und effizienter. Zudem eröffnet uns das neue System weitere Möglichkeiten, um die Digitalisierung des Vertriebs weiter voranzutreiben. Mehr kann ich aber an dieser Stelle noch nicht verraten.